Haftbefehl erlassen

Todesfahrt von Toronto: Lob für Polizisten

von Redaktion

Toronto – Nach der Festnahme des mutmaßlichen Todesfahrers von Toronto hat der Polizeichef der kanadischen Großstadt den verantwortlichen Polizisten für seinen Einsatz gelobt. „Durch sein Training hat der Polizist fantastische Arbeit geleistet“, zitierte der US-Sender CNN Mark Saunders in der Nacht zum Dienstag. Der 25 Jahre alte Alek Minassian soll am Montag mitten in einem belebten Geschäftsviertel Torontos einen Lieferwagen in eine Gruppe von Fußgängern gelenkt haben. Zehn Menschen starben, 15 weitere wurden bei der Zickzackfahrt über Gehwege verletzt.

Im Internet kursierte ein Video eines Augenzeugen, in dem zu sehen ist, wie ein Mann vor einer demolierten Motorhaube eines Lieferwagens steht und mit einem Gegenstand in Richtung eines Polizisten zielt. Dabei gestikuliert er, als würde er schießen, und ruft „Töte mich!“ sowie „Schieß mir in den Kopf!“. Mit gezückter Waffe nähert sich der Polizist dem Angreifer und fordert ihn auf, sich hinzulegen. Schüsse fallen in dem Video nicht.

Einen Tag nach der Todesfahrt wurde der mutmaßliche Täter am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Minassian wird des zehnfachen Mordes beschuldigt, zudem wird ihm versuchter Mord in 13 Fällen zur Last gelegt. Minassian ist der Polizei zufolge nicht vorbestraft. Weitere Verdächtige gebe es nicht. Die kanadische Regierung sieht bislang keine Anzeichen für einen Anschlag nach dem Vorbild islamistischer Attentäter, die in den vergangenen Jahren in mehreren europäischen Städten mit Autos und Lastwagen Attacken verübt hatten.

Die Sender NBC und CTV berichteten unter Berufung auf Strafverfolger und Sicherheitskreise, der mutmaßliche Täter sei vermutlich geistig verwirrt. An seiner Berufsschule galt Minassian als Einzelgänger.  dpa/afp

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