Der Wald wird sich ändern, sind sich die Fachleute einig. Er sei in Deutschland relativ artenarm, stellt Christoph Rullmann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald fest. Relevant seien bisher nur 15 Baumarten. Der Wald der Zukunft muss daher vielfältiger sein, um Waldbränden Paroli bieten zu können. Strukturreiche Laubwälder mit verschiedenen Baumarten brennen nicht so schnell und trocknen nicht so stark aus wie reine Nadelwälder, wie Pierre Ibisch von der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung sagte. „Die großflächigen Monokulturen werden mittelfristig scheitern.“ In Brandenburg beobachteten Wissenschaftler quasi in einem Freilandlabor auf einem 28 Hektar großen Areal, wie sich das Waldstück nach einem Feuer entwickelt, sagte Ibisch. Der Natur müsse Zeit gelassen werden, sich selbst zu heilen.