Ermittlungen nach Mädchenmord

von Redaktion

Blumen und Kerzen in Erinnerung an Valeriia. © Michael/dpa

Döbeln – Am Tag zwei nach dem Fund der Leiche der neunjährigen Valeriia in einem Wald bei Döbeln sucht die Mordkommission weiter nach einem oder mehreren Tätern. Dazu würden Spuren gesucht, Zeugen vernommen und Aussagen ausgewertet, sagte Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart am Donnerstag auf Anfrage.

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kind nicht sexuell missbraucht wurde. „Das Mädchen war bekleidet.“ Zu genaueren Ermittlungsansätzen wollten sie nichts sagen, ebenso zur Todesursache – wegen eines möglichen Täterwissens. „Wir haben Thesen zum Motiv“, sagte Burghart. „Deshalb suchen wir ja auch im engeren sozialen Umfeld. Aber ich kann im Moment nichts dazu sagen.“

Der „Bild“ zufolge haben die Ermittler zwei Männer im Visier. Einer sei der Ex-Freund von Valeriias Mutter und solle sich in Tschechien aufhalten. Er habe die Mutter am Vormittag von Valeriias Verschwinden kontaktiert, so „Bild“. Sein Handy soll in einer Funkzelle in Döbeln eingeloggt gewesen und er von der Überwachungskamera eines Nachbarhauses gefilmt worden sein. Die Staatsanwaltschaft wollte auf Nachfrage dazu nichts sagen.

Fragen wirft nach wie vor auf, warum die Polizei so spät in dem Areal nach dem Mädchen gesucht hat. Eine Zeugin hatte am Tag von Valeriias Verschwinden am Stadtrand Schreie gehört und später auch der Polizei davon berichtet. Laut Polizei hatte dies aber zunächst nicht genauer eingegrenzt werden können und der Fundort der Leiche sei schließlich auch Kilometer entfernt gewesen. Die Familie hatte der Polizei dann selbst erzählt, dass sie öfter in dem betreffenden Waldstück gewesen sei.

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