Austin – Nach 22 Jahren unschuldig im Gefängnis ist in den USA eine Frau freigelassen worden, die fälschlicherweise wegen der Tötung eines Babys verurteilt worden war. Ein Richter in Texas sprach die 52-Jährige frei. Sie habe geglaubt, dass sie im Gefängnis sterben müsse, sagte Carmen Mejía nach ihrer Freilassung. Der aus Honduras stammenden Frau war vorgeworfen worden, als Babysitterin einen zehn Monate alten Jungen in heißes Wasser getaucht zu haben. Das Kind verstarb 2003 aufgrund seiner Verbrennungen im Krankenhaus. Ein Arzt und ein Experte hatten damals erklärt, die Verbrennungen seien dem Baby absichtlich zugefügt worden. Ihre Anwältin hatte jetzt beweisen können, dass ein defekter Wasserboiler Schuld an dem Unglück gewesen sei. Mejías vier Kinder waren damals zur Adoption freigegeben worden.