Rosenheim/Mühldorf – In der Stadt Rosenheim nahm das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte zwischen 2006 und 2016 um 8,6 Prozent zu. Damit gehört Rosenheim zu den zehn Kreisfreien Städten, in denen die geringste Zunahme des Einkommens festgestellt wurde und rangiert unter diesen Städten nur auf Rang acht. Weniger Zuwächse verzeichnete man nur noch in Erlangen-Höchstadt (8,5 Prozent) und Kronach (3,5 Prozent).
Zahlen des Statistischen Landesamts zufolge betrug das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in der Kreisfreien Stadt Rosenheim 2015 (neueste Zahlen) 22774 Euro im Jahr und hatte sich damit gegenüber 2014 um zwei Prozent gesteigert.
Das verfügbare Einkommen hat sich dieser Statistik zufolge in den Jahren von 1991 bis 2015 nur gering gesteigert, ging teilweise sogar zurück: So verfügte beispielsweise ein Rosenheimer Haushalt im Jahr 2007 über ein Jahreseinkommen in Höhe von 21 378 Euro, das aber gegenüber 2006 um 1,7 Prozent gesunken war. Nach einer Steigerung vom 2,3 Prozent im Jahr 2008 gab es 2009 erneut einen Einschnitt um -2,1 Prozent beim Einkommen (21 396 Euro).
Den höchsten Verlust im betrachteten Zeitraum mussten die Haushalte 2013 verkraften: Hier gingen die Einkommen im Vergleich zu 2012 um 5,2 Prozent auf 21987 Euro zurück. Die höchsten Einkommen gab es 2010 mit einer Steigerung von 2,8 Prozent auf 21990 Euro im Jahr.
Auf Landkreisebene sah es für die Rosenheimer Haushalte 2007 noch rosig aus: Damals stiegen die verfügbaren Einkommen gegenüber 2006 um 8,5 Prozent auf 24 364 Euro. Insgesamt verfügten die Haushalte auf dem Land im Jahr 2007 über 5,9 Millionen Euro (+8,6 Prozent).
Rückgänge kaum aufgeholt
Danach sanken die Einkommen der Haushalte wieder; im Jahr 2009 um -6,5 Prozent auf 22189 Euro. Alle Haushalte zusammen hatten zu diesem Zeitpunkt 5,3 Millionen Euro, für die sie Konsumgüter und Dienstleistungen kaufen konnten. Bis 2015 steigerten sich die Einkommen auf 6,2 Millionen Euro. Die im betrachteten Zeitraum günstigste Einkommenssteigerung gab es auf Landkreisebene 2001 auf 22 843 Euro (+3,6 Prozent). 2015 verfügten die ländlichen Rosenheimer Haushalte über 24569 Euro, was gegenüber dem Vorjahr nur einer Steigerung von 1,5 Prozent entspricht.
Damit pendelte sich das Haushaltseinkommen im Jahr 2015 auf dem Niveau von 2007 ein. Ein Grund dafür kann in den Preissteigerungen bei Mieten und Immobilien gesehen werden, welche ebenso in diesen Zeitraum fallen. Ebenso die Finanzkrise mit ihrem Höhepunkt in den Jahren 2008 und 2009.
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik nahm das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in der Dekade 2006 bis 2016 in jeweiligen Preisen im Regierungsbezirk Oberbayern mit 28,3 Prozent am stärksten zu, gefolgt von Niederbayern. Bayern insgesamt kam auf einen Anstieg von 25,1 Prozent. Auf Kreisebene gab es den höchsten Anstieg mit 39,1 Prozent im Landkreis Eichstätt. Das verfügbare Einkommen je Einwohner war im Jahr 2016 in Oberbayern mit 26668 Euro am höchsten. sen