Rosenheim/Burghausen – Die Chemieindustrie im Südosten Deutschlands boomt, die Firmen suchen händeringend nach Fachkräften. Besonders nachgefragt sind Chemtroniker – Ingenieure der Automatisierungstechnik, die insbesondere auf chemische, pharmazeutische und Lebensmittelanlagen spezialisiert sind. Die Technische Hochschule Rosenheim hat auf diese Nachfrage reagiert und am Campus Burghausen in Kooperation mit den Unternehmen des ChemDelta Bavaria den neuen Studiengang Chemtronik entwickelt. Die Bewerbungsphase läuft noch bis 15. September, der Studiengang ist zulassungsfrei. „Es ist deutschlandweit der erste und einzige Studiengang mit diesem Schwerpunkt“, erklärt Studiengangsleiter Professor Dr. Johannes Lindner. „Wir sehen auf dem Arbeitsmarkt ein großes Potenzial für Absolventen in dieser innovativen Fachrichtung.“ Das bestätigen auch die Unternehmen vor Ort: „Zukunft braucht Experten“, betont Dr. Mickael Planasch, der die Engineering-Abteilung beim Chemieparkbetreiber und Industriedienstleister InfraServ Gendorf leitet. „Der Chemtronik-Ingenieur meistert die Herausforderungen der Digitalisierung in der Prozessindustrie, von der Optimierung einzelner Anlagen bis hin zur intelligenten Vernetzung“, erklärt Dr. Planasch.
Auch aus Sicht der Wacker Chemie AG ist Chemtronik „ein spannender neuer Studiengang mit klarem Alleinstellungsmerkmal“. Denn er verbinde in einzigartiger Weise die Anforderungen der Planung und Steuerung von Prozessen und Anlagen in der operativen Chemieindustrie mit den Aufgabenstellungen der Automatisierung und Digitalisierung. Das eindeutige Fazit: „Ein Studiengang mit Zukunftsperspektive.“
Der Campus Burghausen ist eingebettet in das bayerische Chemiedreieck, der Außenstandort der TH Rosenheim bietet deshalb ein einzigartiges Umfeld. Chemtronikern stehen über die Region hinaus sämtliche Branchen offen, in denen Automatisierung eine Rolle spielt.