Für mehr klimaneutrale Energie im Chemiepark

von Redaktion

InfraServ Gendorf und Eon planen Biomasseheizkraftwerk – Holz soll Gas bei Stromerzeugung und Wärmegewinnung ersetzen

Burgkirchen – Der Standortbetreiber InfraServ Gendorf und der Energieversorger Eon beabsichtigen, gemeinsam ein Biomasseheizkraftwerk im Chemiepark Gendorf zu bauen und zu betreiben. Zu diesem Zweck gründete InfraServ Gendorf Anfang Juli eine Projektgesellschaft. Das Biomasseheizkraftwerk soll einen erheblichen Teil der Leistung des bestehenden Gaskraftwerks im Chemiepark ersetzen und den Standort auf dem Weg zur Klimaneutralität deutlich voranbringen.

Erste Pläne sehen ein Biomasseheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 20 Megawatt (MW) sowie einer thermischen Feuerungsleistung von 90 MW vor. Dieses könnte rund 50 Prozent des Dampfbedarfs im Chemiepark abdecken und etwa 130000 Megawattstunden (MWh) klimaneutralen Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Rechnerisch ließe sich damit der Jahresbedarf von rund 40000 Haushalten decken.

Die Unternehmen im Chemiepark benötigen Dampf für ihre Produktionsprozesse und zu Heizzwecken. Nach Inbetriebnahme des Biomasseheizkraftwerks ließe sich die Leistung des bestehenden Gaskraftwerks auf die Hälfte des heutigen Niveaus herunterfahren. Dadurch würden die CO2-Emissionen um rund 45 Prozent sinken. Der Energiebedarf des Biomasseheizkraftwerks soll weitestgehend durch regionales Frischholz aus der Landschaftspflege und Restholz aus der Forstwirtschaft gedeckt werden.

Derzeit bespricht InfraServ Gendorf die Pläne mit Vertretern aus den umliegenden Gemeinden, aus der Politik sowie aus den Behörden und Naturschutzverbänden in der Region. Nächster Schritt ist dann der Start eines behördlichen Genehmigungsverfahrens.

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