Schuldner- und Insolvenzberatung

von Redaktion

Die Beratungsangebote für Überschuldete sollen in Bayern künftig flächendeckend verfügbar sein. Dafür werden nach Vorstellung der Staatsregierung die Schuldner- und die Insolvenzberatung zusammengelegt und von den Landkreisen betreut. Bislang kümmerte sich im Insolvenzfall der Freistaat selbst. Bayernweit sind etwa sieben Prozent der Bevölkerung überschuldet – das ist weniger als der Bundesschnitt (zehn Prozent), sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU), „aber der Trend ist steigend“. Die Schuldnerberatung bietet individuelle Hilfe an, während die Insolvenzberatung den staatlich geregelten Entschuldungsprozess betreut. Beide Bereiche sind eng verzahnt. Der Neuordnung muss der Landtag noch zustimmen. Die Grünen brachten das Thema bereits 2009 ins Spiel, ihre Vorschläge lehnte die CSU-Mehrheit bislang aber immer ab. Nun müsse das Angebot auch finanziell gestärkt werden, sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann unserer Zeitung.  dor

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