New York/Toulouse – Der umstrittene Mittelstreckenjet Boeing 737 Max ist bei der Lufthansa noch nicht aus dem Rennen. Die Maschine komme bei einem geplanten Großauftrag von mehr als 100 Maschinen ebenso in Frage wie die Airbus A320 neo und weitere Flugzeugtypen, erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach Unternehmensangaben in New York. Entschieden werde aber erst im kommenden Jahr.
Die Boeing 737 Max darf derzeit in den USA, Europa und China nicht mit Passagieren abheben, nachdem in kurzer Folge zwei fast fabrikneue Maschinen mit zusammen 346 Menschen abgestürzt waren.
Bei einem Dinner habe Spohr sein Vertrauen in den Flugzeugbauer Boeing ausgedrückt, berichtete ein Konzernsprecher.
Derweil kann sich Boeing-Konkurrent Airbus über einen Großauftrag aus China freuen: Die staatliche China Aviation Supplies Holding (CAS) hat 300 Flugzeuge bestellt – 290 aus der A320-Familie und zehn Langstreckenjets der A350-Reihe. Listenwert: 30 Milliarden US-Dollar (gut 27 Milliarden Euro). dpa