Mitarbeiter gegen Bankenfusion

von Redaktion

Frankfurt – In der Commerzbank wächst der Widerstand gegen eine mögliche Fusion mit der Deutschen Bank. Der Gesamtbetriebsrat des Instituts forderte vom Vorstand den Abbruch der Gespräche. „Es ist an der Zeit, den Schaden jetzt zu begrenzen“, heißt es in einer am Mittwoch verschickten „Protestnote“ des Gremiums an den Vorstand. „Wir sind der Auffassung, dass Sie sich ohne einen erkennbaren Plan, ohne Vision und ohne den Rückhalt in ein unbeherrschbares Abenteuer stürzen“, schreiben die Arbeitnehmervertreter. Kritiker befürchten, dass eine Fusion mindestens 30 000 Jobs kosten würde.

Im jüngsten Geschäftsbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, äußerte sich Commerzbank-Chef Zielke zuversichtlich: „Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir unter dem Strich ein leicht höheres Konzernergebnis als im Vorjahr.“ 2018 hatte das seit Herbst im MDax notierte Institut 865 Millionen Euro Gewinn gemacht und damit fast sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor (128 Mio Euro). Größter Anteilseigner der Commerzbank ist mit gut 15 Prozent der Bund.

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