Gärtnereien und Gartenfachgeschäfte verkaufen nun ein überreiches Angebot an bunten Balkonblumen. „Auffallend sind in diesem Jahr einfach blühende Dahlien“, schwärmen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Im Mittelpunkt steht in bayerischen Gärtnereien die Dahlie „Rockin’ Rosi“. Sie wurde zur „Bayerischen Balkonpflanze des Jahres 2020“ gewählt.
Lange Zeit galten Dahlien als Pflanzen der älteren Generation. Früher waren sie in Bauerngärten ein fester Bestandteil und auch im Stadtgarten präsentierten sich die dicken gefüllten Blütenköpfe. Diese schmückten dann im Spätsommer und Herbst nicht nur den Garten. Auch als Vasenschmuck waren die recht lange haltbaren Blumen begehrt. In den letzten Jahren rückten vor allem einfach blühende Sorten in den Fokus. Die Pflanzen waren oft etwas schwächer im Wuchs und passten somit auch in die zunehmend kleineren Gärten. Ein ganz wesentlicher Aspekt ist dabei die Bienenfreundlichkeit ungefüllter Blüten, die den Insekten Pollen und Nektar bieten.
Die dreifarbigen Blüten dieser ausgewählten Dahliensorte sind durchweg ein Hingucker: pink, rot, gelb. Diese stehen über schokobraunen Laubblättern. Tolle Farbkombinationen ergeben sich mit weißen Blüten, die dann das Pink und Rot noch stärker leuchten lassen. Da die Dahlie schon jetzt blüht und auch Blüten bis zum Frost bildet, sind Pflanzungen mit den gängigen Balkon- und Sommerblumen möglich. Ein passendes Gefäß hebt die Attraktivität einer einzelnen Pflanze hervor, die dann als üppige Schönheit die Betrachter in den Bann zieht.
Ein sonniger Standort trägt wesentlich zur Blütenfülle bei. Beim Gießen bleiben die Blätter am besten trocken, da es sonst zu Schäden kommen kann. Verblühtes entfernt man regelmäßig, so bilden sich bald wieder neue Blütenknospen bis ins späte Jahr. Die Dahlie braucht deshalb viele Nährstoffe. Je kleiner ein Pflanzgefäß, umso nötiger ist auch ein regelmäßiges Gießen und (flüssiges) Nachdüngen. Ein größeres Gefäß hat mehr Volumen und somit eine bessere Wasser- und Nährstoffspeicherung durch das Substrat. Torffreie Substrate schonen Ressourcen.