Die Versuchsplattform des Projekts „H2 Mare“. © dpa
1,4 Billionen nötig für klimagerechte Gebäude
Hamburg – Der klimagerechte Umbau von Deutschlands Wohngebäuden bis zum Jahr 2050 würde einer Studie zufolge rund 1,4 Billionen Euro kosten. „Die Dekarbonisierung des Immobiliensektors ist ein sehr dickes Brett, das gebohrt werden muss“, sagte Arne Holzhausen von Allianz Research. Doch je früher es angegangen werde, desto besser, betonte er. Wohngebäude verursachen den Angaben zufolge in Deutschland rund 14 Prozent aller CO2-Emissionen – indirekte Emissionen nicht einberechnet. Damit gilt der Sektor als bedeutender Verursacher von Treibhausgasemissionen.
Plattform im Meer soll Wasserstoff erzeugen
Bremerhaven – Forscher testen eine schwimmende Plattform, um aus Windenergie mitten im Meer nachhaltige Kraftstoffe zu erzeugen. „Das wird das erste Mal auf einer schwimmenden Plattform in dieser Form weltweit demonstriert und erprobt“, sagte Matthias Metten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei der Vorstellung des Projekts in Bremerhaven. Auf der schwimmenden Plattform mitten im Meer soll direkt Wasserstoff hergestellt werden. In weiteren Schritten kann der Wasserstoff dann zu anderen Stoffen wie Ammoniak, E-Fuels, LNG (Methan) oder Methanol verarbeitet werden.
Staatsschulden auf 2,523 Billionen Euro gestiegen
Wiesbaden – Die deutschen Staatsschulden sind im ersten Quartal um 0,6 Prozent gestiegen. Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung waren mit etwa 2,523 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren in etwa 14,3 Milliarden Euro mehr als Ende 2024. Während die Schulden des Bundes stabil blieben, erhöhten sich jene der Länder und Gemeinden.
Erneuter Gewinn für Corona-Fonds
Frankfurt – Zweiter Jahresüberschuss in Folge für den in der Corona-Krise geschaffenen deutschen Wirtschaftsstabilisierungsfonds: 90,4 Millionen Euro Gewinn standen für 2024 in der Bilanz, wie die Finanzagentur des Bundes in Frankfurt mitteilte. Das Plus erklärten die Schuldenverwalter des Bundes unter anderem mit Zinserträgen. Ein Jahr zuvor hatte der Fonds einen Gewinn von 109,7 Millionen Euro gemacht. Der Fonds war kurz nach Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 von der damaligen Bundesregierung eingerichtet worden und sollte großen Firmen helfen, die in der Pandemie in Not gerieten.