Blumenkohl kommt wieder in Mode

von Redaktion

Zerkocht und in Käsesauce ertränkt – die Zeiten, in denen Blumenkohl oft arg fantasielos zubereitet wurde, sind zum Glück vorbei. Aus dem Kohlgewächs mit den weißen Rosetten ist im Zuge des Erfolgs von Low Carb-Ernährungsformen ein echtes Trendgemüse geworden, mit einer erfreulich großen Vielfalt an neuen Rezepten.

Blumenkohl schmeckt als Rohkost, gebraten, überbacken, püriert als Suppe oder bissfest gegart als klassische Beilage. Er lässt sich vielseitig kombinieren, sowohl mit milden Aromen wie Nuss oder Kokosmilch als auch mit kräftigen Kräutern und Gewürzen wie Ingwer, Knoblauch, Chili oder Koriander.

Fitnessfreaks nutzen Blumenkohl als kohlenhydratarmen Ersatz für Mehl, Kartoffeln oder Reis. Für „cauliflower rice“ reicht es, die Kohlrosetten zu raspeln, nach Wunsch zu würzen und kurz anzubraten – fertig. Wer eine Art Pizza zubereiten möchte, kann aus vorgegartem, fein zerkleinertem Blumenkohl, Ei und Käse eine teigähnliche Masse formen, die sich dann ausbreiten, mit Gemüse oder Schinken belegen und im Ofen backen lässt. Wagemutige backen mit Blumenkohl sogar Brownies.

Auch wer nicht um jeden Preis Kohlenhydrate einsparen will, tut sich aus ernährungsphysiologischer Sicht mit Blumenkohl etwas Gutes: Er liefert eine kalorienarme Mischung aus Ballaststoffen, ein wenig Eiweiß, dazu B-Vitamine, Vitamin C und K sowie Kalium und Magnesium. Je länger er gekocht wird, desto geringer ist sein Vitamingehalt und auch der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.

Beim Einkaufen sollte man darauf achten, dass der Blumenkohl einen festen Kopf und frische Blätter hat. Er darf nur wenig nach Kohl riechen, ein stärkerer Geruch deutet auf überlagerte Ware hin. Bei uns im Handel wird meist weißer Blumenkohl angeboten, es gibt ihn aber auch in violett. Ähnlich wie bei Spargel entsteht die Färbung durch verstärkte Sonneneinstrahlung. Weiß bleibt Blumenkohl nämlich nur, wenn der Kopf während des Wachstums mit Blättern bedeckt und keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist.

Eng verwandt mit Blumenkohl ist der Romanesco mit seinen turmartig geformten, grünen Röschen. Er enthält mehr Vitamin C als Blumenkohl, dazu noch Provitamin A. Im Gemüsefach des Kühlschranks lässt er sich problemlos einige Tage aufbewahren. Reicht das nicht aus, kann man ihn auch einfrieren: entweder fertig zubereitet oder in kleine Rosetten zerteilt und kurz in kochendem Wasser blanchiert.

Blumenkohl vom Blech

(vier bis sechs Personen)

Zutaten: 1 kleiner Kopf Blumenkohl, 4 mittelgroße Möhren, 2 Esslöffel Öl, 1 Teelöffel Currypulver, je eine Prise Salz und Pfeffer.

Dip: 250 g Naturjoghurt, je etwa ½ Bund Dill und Minze, eine Prise Salz. Zubereitung: Vom Blumenkohl Strunk und Blätter entfernen, in Röschen zerteilen, waschen. Möhren schälen. Alles Gemüse in etwa ein Zentimeter dicke Streifen schneiden. In einer Schüssel mit Öl und Curry vermengen, leicht salzen und pfeffern. Dann auf einem Blech ausbreiten und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 20 Minuten backen.

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