Leichte Sommerküche für heiße Tage

von Redaktion

VON STEPHANIE EBNER

Es ist ein bisschen so, wie am ersten Schultag nach den langen Sommerferien: „Ich bin ein wenig nervös“, sagt Hans Jörg Bachmeier, der nach der Corona-Zwangspause das erste Mal wieder vor unseren Lesern kocht. „Das bin ich gar nicht mehr gewohnt“, witzelt er. Doch die Aufregung dauert nicht lange, dann geht’s wie gewohnt los: Bachmeier kocht und erzählt, die Kochschüler schauen zu – mitkochen ist noch nicht erlaubt. „Leider“, sagt der Spitzenkoch, der die Kartoffeln für die geeiste Kartoffelsuppe deshalb selbst schälen muss.

Dafür dürfen die Leser die Suppe kosten: „Schmeckt die gut“, sagt Eva Dachgruber und Annett Stratz fügt hinzu: „Die mache ich garantiert zuhause auch mal.“

Der spanische Gazpacho ist längst auch hierzulande ein Begriff, wenn es um erfrischende Sommersuppen geht. Doch von einer geeisten Kartoffelsuppe hat in der Kochrunde davor niemand etwas gehört. Dabei „ist das ein Klassiker aus der französischen Küche“, wie Bachmeier erklärt, „bei der man herrlich mit den Aromen spielen kann“. Und noch einen Vorteil hat die Suppe: Garantiert kleiner Aufwand, dafür aber eine große Wirkung.

Der Inhaber von „Bachmeier Genussfreuden“ in München püriert die Kartoffelsuppe und passiert sie anschließend – „sieht einfach edler aus“. Wichtig: „Die Sahne erst kurz vor dem Servieren dazugeben, sonst schleimt die Suppe aus.“ Noch ein Tipp: Wenn es mal ganz schnell gehen soll, die Kartoffelsuppe zum Abkühlen auf eine Schale mit Eiswürfeln setzen. Wer mehr Zeit hat, gibt die Suppe in den Kühlschrank.

Ein Snack, der Aufsehen erregt, ist die Dorade mit Wassermelone. Wer ein Vakuumiergerät hat, ist hier im Vorteil. Denn dieses komprimiert die Melone. Sie erhält dadurch eine knallrote Farbe. „Sieht das irre aus“, sind die Leser begeistert. Das Gericht funktioniert aber auch ohne. „Das Vakuumieren mache ich nur wegen der Optik.“ Bei den Wassermelonen greift der Profikoch zu den italienischen Früchten, „diese haben mehr Geschmack und sind süßer“. „Die vakuumierte Wassermelone sieht beinahe wie ein Thunfischfilet aus“, findet Petra Jäckel. Gegrillt ist sie ein farbenfroher Gruß aus der Küche – dazu passt eine Dorade.

Ach ja, weil Bachmeier nichts wegschmeißt, köchelt er die Doraden-Karkasse später noch zu einem Fond aus.

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