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Sitzt ein Bub in der Mülltonne…

Das Schloss des Abfallbehälters schnappt zu – Dann rückt die Feuerwehr an

Ausschau nach Rettung: Ein Bub hatte sich in einer Mülltonne eingesperrt. © Feuerwehr

Wer lugt denn da aus dem Einwurfschlitz einer Papiertonne? Dieser Einsatz dürfte für die Münchner Feuerwehr Neuland gewesen sein. Ein Bub hat sich am Mittwoch in Sendling beim Spielen versehentlich in den großen Container gesperrt – und war gefangen. Der Siebenjährige hatte nach Angaben der Feuerwehr mit einem Freund im Innenhof eines Mehrfamilienhauses in der Implerstraße gespielt und war dabei in die 1000-Liter-Tonne geklettert. Laut einem Nachbarn wohnt der Freund in einem der Häuser. Beide Jungs sollten im Auftrag der Eltern Müll wegbringen. Daher hatten sie auch den Schlüssel für das verschlossene Müllhäuschen. Dass sich einer der Buben gleich selbst entsorgte, war nicht geplant. Doch plötzlich fiel beim Spielen der Deckel runter, das Schloss schnappte ein – und der Junge war gefangen.

Sein Freund versuchte laut Feuerwehr erfolglos, den Unglücksraben zu befreien. Ohne Erfolg. Schließlich holte der Kumpel die Mutter seines Freundes und einen Nachbarn zur Hilfe. Aber auch die Erwachsenen konnten die Tonne nicht öffnen und riefen gegen 18.30 Uhr die Feuerwehr. Der Einsatz – ein Pappenstiel für die Profis: Die Feuerwehrler konnten den Siebenjährigen schnell befreien, sie rückten der störrischen Tonne mit einer Spitzzange zu Leibe. Der Deckel ließ sich wieder öffnen und der Junge konnte unverletzt herausklettern.

Immer wieder wird die Feuerwehr zu skurrilen Einsätzen gerufen. So blieb im August ein zweijähriges Mädchen in Moosach beim Spielen mit dem Kopf in einem Kindertoilettensitz stecken und musste befreit werden. Ebenfalls im August mussten die Retter einer Cabrio-Fahrerin in der Maxvorstadt zu Hilfe eilen, die sich ihr Bein beim Einfahren in die Tiefgarage zwischen Auto und Wand eingeklemmt hatte. Und im März 2025 befreiten die Tierrettungsprofis der Feuerwehr einen Kater aus dem Motorraum eines Autos.D. POHL

Freitag, 2. Oktober 2026
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