IN KÜRZE
Erstmals Ex-Minister Orbáns festgenommen
Budapest – In Ungarn hat die Staatsanwaltschaft zwei frühere Minister aus den Regierungen des im April abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orbán wegen Verdachts auf Korruption und Veruntreuung festnehmen lassen. Nun müssen Haftrichter entscheiden, ob die maximal 72 Stunden lang zulässige Festnahme von Balazs Hanko und Miklos Sesztak in eine längere Untersuchungshaft umgewandelt wird.
Rubio sieht Hinweise auf ausländischen Akteur
Washington – Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien spricht US-Außenminister Marco Rubio von der Beteiligung eines „ausländischen Akteurs“. „Was am Wochenende im Vereinigten Königreich passiert ist, was beinahe passiert wäre und was hätte passieren können, ist eine sehr ernste Angelegenheit“, sagte Rubio. Es handele sich dabei ganz eindeutig um etwas, bei dem ein ausländischer Akteur seine Finger im Spiel habe.
Papst will auch nach Deutschland kommen
Rom – Papst Leo XIV. will nach seiner Frankreich-Reise auch nach Deutschland kommen. „Ich hoffe sehr, wieder dorthin zu reisen“, sagte Leo vor Journalisten zu möglichen Reiseplänen auf dem Heimflug nach Rom. Er verwies darauf, dass er Deutschland aus der Zeit vor seiner Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche kenne. Damals war er Leiter des weltweiten Augustinerordens. Ein Termin steht noch nicht fest: „In aller Bescheidenheit darf ich sagen, dass ich erst seit etwa 15 Monaten Papst bin.“
Le Pen weist Vorwurf gegen Bardella zurück
Paris – Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat Antisemitismusvorwürfe gegen den Parteichef Jordan Bardella als politische Manöver zurückgewiesen. „Das lassen wir nicht mit uns machen“, sagte sie. Sie wolle herausfinden, „wer hinter dieser Manipulation steckt“, sagte Le Pen. Das Investigativmagazin „Mediapart“ hatte zuvor eine mehrmonatige Recherche veröffentlicht, wonach Bardella zu Beginn seiner Karriere antisemitische Positionen vertrat. Konkret geht es um eine Reihe privater Textnachrichten, die Bardella 2013 geschrieben haben soll.
Langstreckenbomber in Russland abgestürzt
Moskau – Bei dem Absturz eines russischen Langstreckenbombers vom Typ Tu-95 sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Ein weiteres Besatzungsmitglied sei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Maschine sei bei einem Trainingsflug in der Region Amur an der Grenze zu China über unbewohntem Gebiet abgestürzt und nicht bewaffnet gewesen.