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IN KÜRZE

Irakische Miliz droht Regierung

Bagdad – Parallel zum Abzug des US-Militärs aus dem Irak hat die mit dem Iran verbündete Miliz Kataib Hisbollah dort mit neuer Gewalt gedroht. Sie werde die Regierung von Ministerpräsident Ali al-Saidi „mit allen Mitteln“ stürzen, wenn diese gegen die „Interessen des Volkes“ handeln sollte, teilte die Miliz mit. Sie drohte auch damit, „feindliche Flugzeuge“ im irakischen Luftraum notfalls abzuschießen. Mit dem US-Truppenabzug wächst die Sorge, dass sich die Sicherheitslage im Irak weiter verschlechtern könnte.

Linke-Politiker Koçak gibt Sitz ganz auf

Berlin – Der Berliner Linke-Abgeordnete Ferat Koçak gibt nach Kritik an zu viel Nähe zu mutmaßlichen Angehörigen krimineller Clanstrukturen seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags ganz auf. „Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden“, teilte Koçak mit. Er hatte seine Ausschusstätigkeit wegen der Vorwürfe zuvor bereits ruhen lassen.

Rumänien bleibt ohne reguläre Regierung

Bukarest – Fast fünf Monate nach dem Sturz der europafreundlichen Reformregierung von Ministerpräsident Ilie Bolojan von der bürgerlichen Partei PNL hat Rumänien immer noch keine neue Regierung. Bolojans Parteifreund Siegfried Muresan, den Staatspräsident Nicusor Dan für dieses Amt designiert hatte, verfehlte erwartungsgemäß die notwendige Mehrheit im rumänischen Parlament. Nur 182 der 465 Abgeordneten und Senatoren stimmten für ihn.

Antisemitismus: Macron will Klarheit von Bardella

Paris – Nach schweren Antisemitismusvorwürfen gegen den Parteichef von Frankreichs Rassemblement National, Jordan Bardella, hat Präsident Emmanuel Macron die Rechtsaußen-Partei zur Klarstellung aufgerufen. „Zunächst einmal sind die zitierten Äußerungen natürlich äußerst schwerwiegend und inakzeptabel, und sie dulden keinerlei Kommentar“, sagte Macron. „Sie erfordern die schärfste Verurteilung.“ Laut „Mediapart“ verfasste Bardella in seinen politischen Anfangsjahren verschwörungsideologische Nachrichten etwa über eine Kontrolle der Macht durch Juden.

Iran verspricht Preisgeld für getötete US-Soldaten

Teheran – Irans Armee hat ein hohes Preisgeld für getötete oder gefangen genommene US-Soldaten in Aussicht gestellt. Wer einen amerikanischen Soldaten, der als Angreifer Irans Staatsgebiet betritt, tötet und dessen Leichnam übergibt oder ihn gefangen nimmt, werde belohnt, sagte Armeesprecher Amir Akraminia. Männer sollen demnach umgerechnet etwa 17.500 Euro erhalten, Frauen 35.000 Euro.

Freitag, 2. Oktober 2026
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