Schlaf essenziell für Immunsystem

von Redaktion

Schlaf ist keine Zeit der Ruhe. Lediglich die Muskeln haben weitgehend Pause, während Gehirn, Immunsystem und Körperzellen hochaktiv sind: Schlaf ist die Zeit des Wachstums und der Regeneration. Während Kinder nachts „körperlich in die Höhe schießen“, sorgen die Wachstumshormone bei Erwachsenen dafür, dass sich die Zellen regenerieren.

Schlafdefizit steigert
Risiko für Erkältung

Schlaf hat einen viel größeren Einfluss auf das Infektionsrisiko als Alter, Ernährung, Stress oder Rauchen. Das fanden Forscher um Aric Prather von der University of California heraus und veröffentlichten ihre Ergebnisse in dem renommierten Journal „Sleep“.3 In ihrer Studie waren 164 gesunde Männer und Frauen zwischen 18 und 55 Jahren zu ihren Lebensgewohnheiten wie Alkohol- und Tabakkonsum, Ernährung und Stress befragt worden. Schlafdauer und Kontinuität wurden anhand von Schlaftagebüchern dokumentiert und mit Sensoren (Handgelenksaktigrafie) gemessen. Danach bekamen die Probanden Nasentropfen mit dem Rhinovirus und wurden fünf Tage lang unter Quarantäne auf die Entwicklung einer klinischen Erkältung überwacht. Die Ergebnisse: Probanden mit weniger als sechs Stunden Schlaf waren 4,2-mal so anfällig wie die mit mindestens sieben Stunden Schlaf. Die mit weniger als fünf Stunden Schlaf sogar 4,5- mal. Daraus folgern die Wissenschaftler, dass zu wenig Schlaf ganz offensichtlich zu einer Modulation wichtiger Immunparameter führt; die Anzahl der Killerzellen verringert sich und Entzündungswege werden aktiviert.

Wer in stressigen Zeiten Schlafprobleme, besonders mit dem Einschlafen hat, kann mit Wirkstoffen aus der Natur überreizte Nerven beruhigen und seinen Tag-Nacht-Rhythmus stabilisieren.

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