„Früher an später denken“
Andreas Declara, von der PlanetHome Group, zeigte im Haberkasten, wie elementar verlässliche Immobilienwerte für die Nachlassplanung sind.
Ohne verlässliche Zahlen kann die Nachlassplanung zur Zerreißprobe werden
Wer über das Erben und Vererben nachdenkt, stößt schnell auf ein Thema, das Menschen emotional wie finanziell ganz besonders bewegt: die eigene Immobilie. „Rund 60 bis 70 Prozent des gesamten deutschen Privatvermögens ist in Immobilien gebunden“, verdeutlichte Andreas Declara, Regionalleiter Bayern Süd der PlanetHome Group GmbH. Allein im Jahr 2025 seien bundesweit Immobilien im Wert von sage und schreibe 51 Milliarden Euro übertragen worden, davon 33 Milliarden im Erbfall und 18 Milliarden als vorweggenommene Schenkung zu Lebzeiten. Die Summen beziehen sich auf die steuerlich erfassten Immobilienübertragungen.
Im Vergleich zum gesamten Bundeshaushalt von knapp 500 Milliarden Euro mache das übertragene Immobilienvermögen rund zehn Prozent aus. Zudem wechseln über die Hälfte aller Objekte ihren Besitzer aus Altersgründen oder durch einen Todesfall. Umso erstaunlicher sei es, dass viele Eigentümer zwar den tagesaktuellen Stand ihres Girokontos oder Aktiendepots kennen, den größten Einzelwert ihres Vermögens jedoch seit Jahren oder Jahrzehnten nicht mehr bewertet haben.
Passt das Haus noch
zum Alter?
Bevor es überhaupt an die Verteilung des Nachlasses geht, empfiehlt Declara, zwei grundlegende Schritte vorzuschalten: Passt das Objekt hinsichtlich Größe, Barrierefreiheit, Lage und energetischer Zukunftsfähigkeit überhaupt noch zur eigenen Lebenssituation im Alter? Und: Wird das gebundene Immobilienvermögen möglicherweise für die eigene Altersvorsorge gebraucht? „Wir erleben oft Kunden, die zwar reich an Immobilienvermögen, aber gleichzeitig extrem illiquide sind“, so Declara. In solchen Fällen könne es sinnvoll sein, über den sprichwörtlichen Wechsel „vom Grundbuch aufs Sparbuch“ nachzudenken, sei es durch einen Verkauf zugunsten einer lebenslangen Sofortrente oder anderer Anlageformen, um den eigenen Ruhestand finanziell abzusichern.
Risiko
Erbengemeinschaft
Bleibt das Haus im Nachlass, drohen ohne rechtzeitige Weichenstellungen familiäre Zerreißproben. Die Immobilie bilde ein klassisches Klumpenrisiko, weil sie nicht physisch teilbar ist. „Es macht traurig zu sehen, wie oft Erbengemeinschaften, allen voran Geschwister nach einem Leben in Freundschaft, wegen einer geerbten Immobilie zerstreiten. Niemand glaubt vorher, dass es der eigenen Familie passiert, aber es passiert erstaunlich oft“, so der Immobilienexperte. Hinzu kommen rechtliche und finanzielle Hürden: Greift die gesetzliche Erbfolge, entstehen oft unerwünschte Eigentümerkonstellationen, etwa zu Lasten des überlebenden Ehepartners. Zudem verlangt das Finanzamt bei Überschreiten der seit 2009 unveränderten Freibeträge Erbschaftsteuer. Geld, das viele Erben kurzfristig bar aufbringen müssen.
Orientierung durch den
Immobiliencheck
Um Streitigkeiten und Steuerdruck vorzubeugen, brauche es Transparenz über den tatsächlichen Marktwert. Dabei klaffen die Perspektiven oft weit auseinander: Während der Eigentümer emotionale Erinnerungen sieht, blickt der Gutachter technisch und der Kaufinteressent preisbewusst auf das Objekt. Hier setzt PlanetHome mit dem kostenlosen „Immobiliencheck“ an, der Eigentümern eine fundierte Orientierung auf Basis aktueller Marktdaten bietet. Zwar ersetze dieser kein gerichtliches Sachverständigengutachten und stelle keine Steuerberatung dar, liege aber bei Verkaufsabsichten und Bankbewertungen oft deutlich näher am realisierbaren Marktpreis. Für konkrete Verkaufsabsichten biete das Haus umfassende Vor-Ort-Analysen sowie eine Nachlassmappe für Erben an.
Begleitung für
Hinterbliebene
In der anschließenden Fragerunde stellte Declara zudem klar, dass Makler zwar keine Rechts- oder Steuerberatung leisten dürfen, Eigentümer und Erben aber keineswegs alleinlassen. Mit einer strukturierten Nachlassmappe navigiert das Team die Hinterbliebenen Schritt für Schritt durch alle organisatorischen Fragen. Bei juristischen und steuerlichen Fallstricken vermittelt PlanetHome gezielt an ein bewährtes Netzwerk aus regionalen Notaren, Fachanwälten und Steuerberatern. Declaras abschließender Appell an das Mühldorfer Publikum war eindeutig: „Früher an später denken. Wer rechtzeitig plant und offen mit den Angehörigen spricht, erspart den Hinterbliebenen unnötige Sorgen.“
Andreas Declara, Regionalleiter Bayern Süd bei der PlanetHome Group.
Kontakt
Franz-Josef Krah
PlanetHome Group GmbH
Regionaler Immobilienmakler
Stadtplatz 23-25
84453 Mühldorf am Inn
Tel.: 0 89/76 774 63
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